| Paul Burkhard |
Musikalisch hatte der Komponist Paul Burkhard in den 60er und 70er Jahren neues Leben in die Gemeinde gebracht. 1959 bezog der Zürcher Komponist und „Allround-Musiker" das Haus „im Wingert" oberhalb des Pfarrdorfes Zell. Sein Schlager „Oh mein Papa" (Feuerwerk 1948) ist um die ganze Welt gegangen, seine Musicals stehen noch heute regelmässig in den Programmen der heimischen Bühnen.
Solchermassen zu Erfolg gelangt, konnte es sich dieser „Gebrauchsmusiker", wie er sich in Bescheidenheit selbst genannt hatte, leisten, seiner eigentlichen Bestimmung nach zu wirken: Er schuf für die Kinder der Gemeinde die religiösen Singspiele „d’Zäller Wiehnacht", dä Zäller Josef", „s’Zäller Glychnis" und „d’Zäller Oschtere". Diese Aufführungen wurden rasch über die Grenzen hinaus zum Begriff.
Sie sind gleichsam ein Beispiel dafür, wie mit treffender spielerisch - musikalischer Übersetzung die Heilsgeschichte auch in der heutigen Zeit der „Wohlstands-Verwahrlosung" noch unvermindert für die Jugend zum Erlebnis wird.
Nachdem der berühmte Musiker 1977 gestorben war, wurde 1978 der Zeller Kinderchor und später der Zeller Erwachsenenchor gegründet. Diese haben sich vornehmlich den Werken Burkhards verschrieben und versuchen, die von ihm begründete Tradition weiterzuführen. |
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